Wissen sie alles? Wirklich alles?

Wenn ich mich an dieser Stelle – wie vom Kurs vorgesehen – mit der #Online-Identität auseinandersetze, dann möchte ich in diesem Zusammenhang auf ein sehr lesenswertes Buch hinweisen:

OPAC-Ansicht
OPAC-Ansicht der Stadtbibliothek Bielefeld

Yvonne Hofstetter war im Rahmen ihrer Lesereise in der letzten Woche zu Gast in der Stadtbibliothek Bielefeld und hat mir zum Thema „Big Data“ noch einmal bewusster gemacht, wie wichtig es jetzt schon ist und noch wichtiger sein wird, Regeln festzulegen. Regeln für den Umgang mit den riesigen Datenmengen, die täglich in der ganzen Welt von den unterschiedlichsten Unternehmen, Staaten aber auch Netzwerken gesammelt und möglicherweise auch gegen uns verwendet werden. Dabei geht es mir am meisten um „humane Daten“, die von allen, die sich im Netz bewegen einfach erst einmal nur gesammelt werden. Diese sehr persönlichen, hoch sensiblen Auskünfte über uns selbst sollten wir so gut wie irgend möglich zu schützen versuchen. Ein interessantes Interview mit Frau Hofstetter findet man außerdem hier:

http://www.teramarktechnologies.de/sie-wissen-alles-the-book/the-writer/deutsch/

Denn eines sollte jedem klar sein: vollkommene Anonymität gibt es in sozialen Netzwerken, mit denen wir uns hier im Kurs beschäftigen, nicht. Klarnamenpflicht oder Accounts für Institutionen hin oder her. Sobald Verlinkungen da sind, lassen sich auch Zusammenhänge und Profile erschließen.

Die Stadtbibliothek Bielefeld hat je einen Account bei Facebook, Twitter und Flickr, wobei Flickr eher ein etwas stiefmütterliches Dasein fristet. Ach ja, auch mit einem YouTube-Kanal sind wir dabei.

FB und Twitter werden von den Kollegen regelmäßig mit Informationen versorgt, und so haben wir schon etliche Likes und Follower (Privatpersonen und andere Bibliotheken). Diese Kommunikation zwischen Personen und Institutionen etc. erfordert allerdings eine gewisse Kontinuität und Konstanz in der Pflege, und sie bindet Personal. Daher ist es wichtig, genau abzuwägen, welche Priorität man einem oder mehreren Netzwerken einräumen will, wenn man sie denn sinnvoll und zielgerichtet für sich nutzen möchte.

Für unsere Bibliothek wäre ein Blog wahrscheinlich zu arbeits- und zeitintensiv. FB ist bereits bei Jugendlichen als Kommunikationsplattform schon wieder weitestgehend out, Instagram ist da mittlerweile deutlich angesagter. Für diese Zielgruppe kämen dann eher Twitter, Tumblr oder eben Instagram infrage.

Meiner Meinung nach sollte das Ziel sein, ganz neue Nutzer für eine Bibliothek zu begeistern und das vielleicht auch durch das Anwerben neuer Kooperationspartner, die nicht aus dem „üblichen“ Bibliotheksumfeld kommen. Mit Aktionen, die man einer Bibliothek nicht so unbedingt zuordnen würde. Die neuen Partner könnte man wiederum über FB generieren und die Aktionen auch dort und über Twitter verbreiten.

Spontanes Beispiel: Plätzchenbacken in der Vorweihnachtszeit 🍩🍪

Zusammenarbeit mit Dr. Oetker am Standort Bielefeld – Transportable Küchenausstattung von einem ortsansässigen Küchenstudio – Auszubildende des Bäckerhandwerks vom Campus Handwerk Bielefeld … Meiner Meinung nach eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten mit gleichzeitiger Erschließung anderer Nutzerschichten.

Oder in der Herbstzeit (= Erkältungszeit!?) Kooperation mit Heilpraktiker, Apotheker, Arzt … 🍂😷

Na ja, ist alles nicht ganz ausgereift, aber neue Wege – gerade in der Kommunikation und Information – sind dringend erforderlich!

 

 

 

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4 Kommentare zu „Wissen sie alles? Wirklich alles?

  1. Hallo Lesetante!

    Sehr schöner, detaillierter Beitrag. Da haben Sie sich ja ordentlich Gedanken zum Thema gemacht! Einzig der Link zum OPAC hat bei mir (09.11.15 11:00 Uhr) nicht funktioniert. Aufgabe, wie sagt man so schön, mit besonderem Erfolg abgeschlossen?

    Viele Grüße

    R. Horn

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